{"id":176,"date":"2015-01-18T12:46:03","date_gmt":"2015-01-18T11:46:03","guid":{"rendered":"http:\/\/vox-populi.info\/?p=176"},"modified":"2015-01-18T12:46:03","modified_gmt":"2015-01-18T11:46:03","slug":"deutsche-konjunktur-hoffnungswerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vox-populi.info\/?p=176","title":{"rendered":"Deutsche Konjunktur: Hoffnungswerte"},"content":{"rendered":"<p>Die heimische Wirtschaft sonnt sich derzeit in einer f\u00fcr ihre Verh\u00e4ltnisse geradezu grandiosen Wachstumszahl: Um 1,5 % hat die Wertsch\u00f6pfung 2014 zugelegt, so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Seinerzeit hatte sich Deutschland gerade vom tiefen Einbruch durch die Finanzkrise erholt. Anschlie\u00dfend war die Entt\u00e4uschung gro\u00df, dass sich danach nur noch ein Miniwachstum eingestellt hatte. Insofern sind die gleich nach Bekanntgabe der Wachstumsdaten ge\u00e4u\u00dferten euphorischen Kommentare nachvollziehbar. Zumindest optisch scheint das Konjunkturtief nun \u00fcberstanden. Und die Hoffnung ist riesig, dass das Wachstum 2015 auf \u00e4hnlich hohem Niveau verlaufen wird. Die Besch\u00e4ftigungs- sowie die Lohnentwicklung und auch die Exporte scheinen eine solch rosige Sicht durchaus nahezulegen.<br \/>\nAber schon der Blick auf die Quartalszahlen zeigt, dass die optimistischen Prognosen nur Hoffnungswerte darstellen. Denn das relativ hohe Wachstum war fast ausschlie\u00dflich einem ph\u00e4nomenalen ersten Quartal und einem enormen statistischen \u00dcberhang aus dem Jahr davor zu verdanken. Schon im Fr\u00fchjahr legte die heimische Wirtschaft eine Vollbremsung hin. Bis jetzt trauen die Unternehmen der Entwicklung nicht, wie die ausged\u00fcnnten Investitionspl\u00e4ne signalisieren. Die globalen politischen Krisen, die Sanktionspolitik des Westens, die dilettantisch eingef\u00e4delte und kostspielige Energiewende sowie j\u00fcngste sozialpolitische Entscheidungen haben eine gro\u00dfe Verunsicherung in der Unternehmerschaft hinterlassen. Die Angst vor h\u00f6heren Belastungen ist \u00fcberall sp\u00fcrbar. Diese Verunsicherung kann nur aufgebrochen werden, wenn die Bundesregierung durch eine klug eingef\u00e4delte Reform- und Steuerpolitik sowie flankierende Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung erkennen l\u00e4sst, dass sie die Sicherung der \u00f6konomischen Grundlagen nicht ganz aus den Augen verloren hat.<\/p>\n<p>Ein solches Signal ist schon daher \u00fcberf\u00e4llig, weil die verbreiteten Prognosen auf eher verg\u00e4nglichen Grundlagen fu\u00dfen wie den abgest\u00fcrzten \u00d6lpreisen. Oder sie wurden durch die EZB-Politik k\u00fcnstlich erzeugt wie der sinkende Euro-Kurs. Ihnen stehen auch gro\u00dfe politische und \u00f6konomische Risiken gegen\u00fcber. Stichworte sind die Ukraine und die Wahlen in Griechenland mit Implikationen weit in die Eurozone hinein. Das macht es umso wichtiger, die Robustheit der heimischen Wirtschaftsstrukturen zu st\u00e4rken durch Reformen und Investitionen, was ohne die n\u00f6tigen Berliner Weichenstellungen nicht passieren wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heimische Wirtschaft sonnt sich derzeit in einer f\u00fcr ihre Verh\u00e4ltnisse geradezu grandiosen Wachstumszahl: Um 1,5 % hat die Wertsch\u00f6pfung 2014 zugelegt, so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Seinerzeit hatte sich Deutschland gerade vom tiefen Einbruch durch die Finanzkrise erholt. 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